Glutenfreies Mais-Reis-Hirse-Brot

Seit einiger Zeit ernähre ich mich nicht nur vegan, sondern deutlich länger schon Milch- und Sojafrei, sowie Gluten- und Hefefrei. Damit fällt leider so gut wie jedes Bäckerbrot weg. Diese Ernährungsform ist ein Resultat eines Allergietests, welcher empfohlen hat auf Gluten, Guarkernmehl und Hefe mindestens 3 Monate zu verzichten. Auf Soja bin ich aufgrund einer Kreuzallergie so allergisch, dass ich bei dem Verzehr von Sojamilch schon beinahe einen Kreislaufzusammenbruch hatte (zum Glück hatte ich Asthmaspray und Antihistamin zur Hand). Zu den verschiedenen Allergietests komme ich in einem späteren Blogbeitrag. Hier möchte ich euch ein Rezept ohne Hefe, ohne Soja, ohne Gluten und ohne Milch zeigen, welches wirklich gut schmeckt und bei Lactose-, Fuktose- und Histaminunverträglichkeit verträglich ist.

Außerdem eignet sich das Brot bei Nussallergien, ist reich an Omega-3 (aufgrund der enthaltenden Hanfsamen) und ist sehr proteinreich. Ich habe versucht die Flohsamenschalen mit Leinsamenschalen zu tauschen, da der Importweg und die entsprechenden Treibhausgase bei Leinsamen reduziert sind (Leinsamen werden regional angebaut; Flohsamen werden in Indien angebaut), aber leider hat das gar nicht funktioniert. Halb-Halb hingegen war kein Problem. Das hat dann etwas nussiger geschmeckt.

Glutenfreies Brot mit Reis-, Braunhirse- und Maismehl

Zutaten:

  • 100g Reismehl
  • 100g Maismehl
  • 100g Teffmehl
  • 1.5 TL Natron
  • 1 EL geschälte Hanfsamen
  • Olivenöl
  • 3 EL gemahlene Flohsamenschalen

Die Mehlsorten sind auch austauschbar. Auf der Website freiknuspern.de findet Ihr ein ähnliches Brot mit Teffmehl, Linsenmehl und Buchweizenmehl. Leider reagiere ich auf Linsenmehl und Buchweizenmehl ebenfalls allergisch. Gemerkt habe ich das beim Zusammenmischen der Mehlsorten, da ich bei jedem Backen einen allergischen (Niesen, Augenjucken) und asthmatischen Anfall bekam. Wenn Ihr so etwas bemerkt, lasst das entsprechende Mehl lieber weg! Viele Proteine verlieren bei hohen Temperaturen Ihre allergische Wirkung, aber gerade Linsen und Buchweizen scheinbar nicht. Auch wenn Ihr keine Allergie auf Linsenmehl habt, könnt Ihr asthmatische Anfälle davon bekommen, da es so fein gemahlen ist, dass beim Zusammenrühren leicht der Mehlstaub in der Lunge zu Reizungen führen kann.

Vorgehen:

  1. 3 EL gemahlene Flohsamen mit ca. 450ml in einer großen Schüssel auflösen und ruhen lassen für ca. 30min.
  2. Anschließend die Schüssel auf eine Waage stellen und Nullen (Somit spart Ihr euch eine dreckige Schüssel). Danach können die verschiedenen Mehlsorten. das Natron und die Hanfsamen hinzugegeben werden.
  3. Mit einer Rührmaschine mit den Knethaken vermengen und wenn Flüssigkeit gebraucht wird, Olivenöl dazu geben. Am Ende sollte die Masse weder zu klebrig noch zu trocken sein.
  4. Backofen auf 150°C und Umluft einstellen. Ein Vorheizen ist nicht notwendig. Damit spart man Energie.
  5. Brot für ca. 90min backen. Wenn das Brot noch einzudrücken ist kann es noch ein bisschen länger backen (je nach Ofen dauert es manchmal länger oder kürzer)
  6. Abkühlen lassen

Die Konsistenz sollte außen knusprig und innen weich sein. Wenn es innen noch sehr feucht ist, solltet Ihr es beim nächsten Mal länger im Ofen lassen. Das Brot hält sich ca. 5 Tage an einem dunklen, trockenen Ort. Wenn es nach 3-4 Tagen zu trocken wird, schmeckt es auch sehr lecker getoastet.

Ich wünsche euch einen guten Appetit!

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