Erdnuss-Rührkuchen und meine Erfahrungen mit IgG-Lebensmitteltests

Früher habe ich am Wochenende sehr gerne einfache Rezepte zum Backen ausprobiert. Später hab ich nur noch Milch- und Butterfrei gebacken. Ich habe auch alte Familienrezepte umgeändert. Aber Eier- und glutenfrei zu backen ist noch einmal eine ganz andere Herausforderung.

Inzwischen probiere ich regelmäßig Rezepte für einfache Kuchen/Waffeln, die vegan, sojafrei, glutenfrei, hefefrei, guarkernmehlfrei, bananenfrei und vanillefrei sind. Ich habe seit der Geburt meines Sohnes sehr viele Allergien „weiterentwickelt“ – früher hatte ich nur eine Pollenallergie, inzwischen habe ich starke allergische Reaktionen auf Soja aufgrund einer Kreuzallergie zu Birke (das Glym 4 Eiweiß ist hier Schuld – wird leider bei der normalen Soja-Allergietestung oft falsch negativ getestet). Ebenso vertrage ich Nüsse nicht sehr gut. Bald nach der Geburt habe ich auch eine Unverträglichkeit auf Milchprodukte gemerkt (Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Neurodermitis) und ein Laktosetest war positiv. Aber zusätzlich scheint Milch einfach ein Neurodermitis – Trigger bei mir zu sein, da auch laktosefreie Milchprodukte Schübe verursacht heben. Zusätzlich wurde in einem IGg Test, den ich vor 6 Monaten machen ließ, festgestellt (zu sehen im nächsten Bild), dass ich auf Gluten, Hefe, Guarkernmehl, Banane, Vanille und Eier verzichten sollte. Der IGg Test wird von vielen Ärzten nicht ernst genommen und sogar als Geldverschwendung betitelt, da er ausschließlich erfahrungsbasiert ist und nicht evidenzbasiert (heißt: es gibt nicht genug statistisch verwertbare Studien, um die Ergebnisse zu validieren). Einige Ärzte – häufig die ganzheitlich ausgerichteten – haben mit den Ergebnissen aber gute Erfahrungen gemacht und empfehlen die Durchführung des Tests und eine konsequente Umsetzung der Ergebnisse. Unter https://www.mikrooek.de/labordiagnostik/fuer-aerzte-und-therapeuten/allergien-und-unvertraeglichkeiten/typ-iii-allergie/stellungnahme-igg-diagnostik/ findet Ihr eine Stellungnahme des Instituts Mikroökologie zu dem IGg Tests. Für mich war es leider nicht DAS Allheilmittel, aber die glutenfreie Ernährung führte für mich zu weniger Hunger und einer deutlich zuckerverminderten Ernährung. Und dadurch bin ich am Ende zum veganen Essen gekommen – den Weg dorthin könnt ihr unter http://der-Weg-zum-veganen-Essen nachlesen.

Ich wurde letzte Woche fündig auf der Seite http://www.healthyongreen.de und habe ein Rezept für einen Erdnuss-Schoko Kuchen gefunden. Diesen habe ich entsprechend meiner Unverträglichkeiten angepasst:

Ich habe statt einer glutenfreien Mehlmischung Reismehl gemischt mit Johannisbrotkernmehl verwendet, Hafermilch und Kokosfett (das hat fast keinen Eigengeschmack und ist super geeignet, wenn Kokos einfach nicht gewünscht ist), Kokosblütenzucker hab ich gegen Rohrohrzucker getauscht, ebenso den Agavendicksaft, den ich reduziert und mit Reissirup vermengt habe (bei einer Fructoseintoleranz sollte ausschließlich Reissirup verwendet werden). Kakao habe ich komplett weggelassen, da ich dabei auch mit der Haut reagiere (ich bekomme sehr viele Pickel im Gesicht). Es ist also kein Schoko Erdnuss Kuchen, sondern ein Rührkuchen. Er ist sehr weich und schmeckt sehr lecker süß und nach Erdnüssen. Auf http://www.healthyongreen.de gibt es noch weitere sehr leckere vegane, glutenfreie Rezepte.

Meine Zutaten:

  • 150 g Reismehl + 1 EL Johannisbrotkernmehl
  • 50g Rohrohrzucker
  • 1 Pkg Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 120ml Kokosfett
  • 225ml Hafermilch
  • 50g Erdnussmus Crunchy
  • 30ml Reissirup + 20 ml Agavendicksaft
  • Puderzucker

Das Vorgehen beim Rührkuchen backen ist immer ähnlich: die trockenen Zutaten werden zuerst vermischt und anschließend die flüssigen Zutaten dazu gegeben. Zuletzt habe ich den Kuchen gesüßt mit dem Agavendicksaft und dem Reissirup. Den Kuchen habe ich bei 175ºC Umluft ca. 45 min im Ofen gelassen.

Ich wünsche euch einen guten Appetit!

Update: Ich hab ihn jetzt mit Birnen und Rosmarin kombiniert. Das ist eine wunderbare Kombination. Fantastisch! Probiert es mal aus…

Der Birnen-Rosmarin-Erdnuss-Kuchen: das ist wirklich eine tolle Kombination!

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