Ich bin die MAMA! Der Weg zur Homöopathie

Angefangen hat es schon während der Schwangerschaft: Bei meinem Sohn wurde eine Nierenbeckenerweiterung diagnostiziert. Das ist nicht selten bei Säuglingen, verwächst sich aber normalerweise bis zum 18. Lebensmonat wieder. Bei Ihm nicht. Als er 6 Wochen alt war, wurden E-Coli-Bakterien bei einer Kontrolluntersuchung im Urin gefunden und trotz fehlender Symptome (unserem Sohn ging es prima) Antibiotika gegeben. Wir waren als Eltern überfordert, kannten uns mit diesem Themengebiet nicht aus, stellten deshalb kaum Fragen und vertrauten auf die Ärzte. Wir gaben das Antibiotika. Die E-Colis gingen zurück, verschwanden aber nicht vollständig. Weiterhin hatte er keine Symptome, weder für eine Blasen– noch für eine Nierenentzündung (starke Schmerzen, Fieber, tröpfchenweise Pullern). Es war die Rede von prophylaktischer Antibiotikagabe für das gesamte 1. Lebensjahr – wie gesagt nur aufgrund der Nierenbeckenerweiterung und der E-Colis im Urin.

Zu dem Zeitpunkt kam ich im Freundeskreis mit einer Heilpraktikerin in Kontakt. Diese schüttelte nur den Kopf als ich Ihr von den Medikamenten und dem möglichen Behandlungsplan erzählte. Ich wurde unsicherer und las viel im Internet über Nierenbeckenerweiterungen bei Babies. Mein Sohn war ein Phänomen, dass es selten gab in der Literatur: er hatte keine Symptome, aber E-Colis im Urin und die Nierenbeckenerweiterung die immer in einem Schwellenbereich lag (zwischen 12 und 15mm Erweiterung). Normalerweise warten die Ärzte hier ab. Die Heilpraktikerin empfahl uns mit Ihrer Hilfe Globulis auszuprobieren. Hättet Ihr mich vor einigen Jahren gefragt, ich hätte über diese Idee den Kopf geschüttelt und hätte vermutlich gelacht. Aber wenn man ein gesundes Kind hat, dass prophylaktisch Antibiotika nehmen soll für EIN Jahr, dann kann man Globulis zumindestens probieren. Und was soll ich sagen: Gegen ärztlichen Rat gaben wir keine Antibiotika, die E-Colis verschwanden aus dem Urin und die Nierenbeckenerweiterung verringerte sich auf 9-12 mm. Unsere Nephrologin konnte es nicht fassen und wollte sogar die Globulis wissen (dazu muss ich sagen, dass jedes Kind anders ist und Globulis von einer geeigneten und ausgebildeten Fachfrau/-mann angewendet werden sollten, weil sie nur dann richtig wirken).

Ich bin der Heilpraktikerin immer noch dankbar! Dass sie mich dazu gebracht hat, mich zu informieren, nicht alle Behandlungspläne so hinzunehmen und über meinen eigenen Tellerrand zu sehen.

Seitdem sind wir jedes halbe Jahr bei unserer Nephrologin zu Kontrollbesuchen. Immer wieder gab es Versuche von Ihr weiterführende Untersuchungen anzuleiern, die wir aber ablehnten mit der Begründung, dass es uns nicht weiterbringt zu wissen, woher die Erweiterung kommt. Solange sie keine Beschwerden verursacht, ist die Ursache erstmal egal und verursacht nur unnötig Stress bei meinem Sohn. Zumal die Untersuchungen mit Kontrastmittelgabe und Antibiotika (für das Katheter legen) verbunden gewesen wären. Und Antibiotika hat in unserer Familie schon viel Schaden verursacht (meine beiden Kinder sind Schreibabies gewesen aufgrund von früher Antibiotikagabe und auch meine Allergien und die Neurodermitis sind darauf zurückzuführen).

Auf dem Weg mit dem Zug nach Berlin zur Charitée

Jetzt nach vier Jahren hat sich die Erweiterung vergrößert von 12 auf 28 mm. Diesmal (wieder überrumpelt durch diese plötzlich Vergrößerung) haben wir einer Nierenfunktionsszintigraphie zugestimmt. Beide Nieren funktionieren voll (50% jede von Ihnen) und es zeigt sich kein Rückstau aus der Blase (kein Reflux vorhanden), aber die linke Niere lief nicht richtig ab. Es gab also eine Verengung zwischen Nierenbecken und Harnleiter. Es sollten weitere Untersuchungen folgen, mit denen wir nicht einverstanden waren (auch hier wäre Antibiotika verabreicht worden). So haben wir einen Termin für eine Zweitmeinung in Berlin an die Charitée (Vierchow Klinikum, Kinderurologie) gemacht. Außerdem sind wir direkt nach dem Befund bzgl. der Erweiterung zu unserer Ärztin mit Schwerpunkt Homöopathie (bei der inzwischen unsere ganze Familie in Behandlung ist) gegangen und sie hat nach einer langen Anamnese passende Globulis gegeben. Es half: zwei Wochen später in Berlin waren es bei dem Ultraschall nur noch 15 mm und heute (zwei Monate später) sogar nur noch 12mm!

Was will ich euch mit diesem Artikel eigentlich sagen? Was ist die Quintessenz aus meiner Geschichte?

  1. Ihr seid die Eltern! Das heißt: Ihr merkt, ob es eurem Kind schlecht geht. Sagt den Ärzten eure Meinung und besteht darauf, dass sie euch ernst nehmen. Zur Not auch gegen ärztlichen Rat. Ich meine damit, dass Ihr nicht allen Behandlungsplänen blind folgen solltet, sondern immer hinterfragen.
  2. Das Hinterfragen funktioniert nur, wenn Ihr euch informiert. Belest euch (damit meine ich nicht Google und vor allem keine Forenbeiträge). Lest Fachartikel zu dem Thema, fragt Ärzte aus eurer Umgebung, holt euch eine Zweit- und auch Drittmeinung ein. Ich habe festgestellt, dass ich schwere Entscheidungen besser treffen kann, wenn ich gut beraten werde von den Ärzten. Und das passiert leider viel zu oft nur auf direkte Nachfrage, wenn die Ärzte merken, dass man weiß wovon man spricht!
  3. Vertraut eurem Gefühl!
  4. Ihr seid die größte Hilfe, die euer krankes Kind hat. Ihr seid Krücke, Boxsack für die Launen und vor allem seid Ihr die Experten für euer Kind. Und lasst euer Kind niemals allein (vor allem wenn sie noch klein sind). Wir haben bei jeder Untersuchung zumindestens die Hand gehalten!
  5. Schaut nach links und rechts: Schulmedizin weiß bei weitem nicht alles und behandelt viel zu oft nur die Symptome. Homöopathie kann – wenn sie richtig angewendet wird – vor allem beim Kindern schnell und gut helfen.

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