Gedanken von mir zur: Klimakrise

am

Guten Abend Ihr Lieben, heute möchte ich einfach mal meine Gedanken los werden. Das werde ich in Zukunft wohl häufiger mal machen zu bestimmten Themen. Einfach runtergeschrieben, wie ich die Welt in meiner kleinen Blase erlebe. Ihr könnt und sollt mir dazu gerne Feedback geben!

In meiner kleinen Blase – und ja ich denke schon, dass ich in einer Blase lebe bei Instagram, den sozialen Medien und in meinem Freundeskreis – geht es zurzeit hauptsächlich um zwei Themen: Kindererziehung und die Klimakrise. Hier soll es heute um zweiteres gehen.

Egal wo man ist, kommt man früher oder später auf das Thema CO2 und Zerowaste. Sehr oft bin ich mittendrin und diskutiere fleißig mit. Ich esse seit einigen Monaten vegan, versuche Plastik zu vermeiden, kaufe Lebensmittel, wenn möglich regional und Bio und inzwischen auch unsere Kleidung und Schuhe fair und bio oder besser noch Second Hand. Ich versuche Palmöl zu vermeiden. Wir sind als Familie in den letzten 7 Jahren – also seit der Geburt unseres ersten Kindes – nur einmal weggeflogen (beruflich musste ich noch dreimal mehr fliegen, nie Innerdeutsch), unsere Urlaube verbringen wir sonst mit unserem Camper hier in der Nähe um nicht zu viel Sprit zu verbrauchen. Innerhalb der Stadt fahren wir meistens mit Fahrrad.

Auch im Meer gibt es sehr sensible Regionen, da kann leider kein Stacheldraht gezogen werden

Aber, der größte Punkt bei mir ist der Job: Ich bin studierte und in zwei Monaten auch promovierte Schiffbau-Ingenieurin. Ich habe viel Zeit in meine Ausbildung gesteckt. Früher im Studium hat es mir Spass gemacht, Schiffe kennenzulernen, sie weiterzuentwickeln (länger, schneller, mehr) und mich zu profilieren mit meinen Mitstudenten. Auch nach dem Abschluss wollte ich forschen und zwar in Richtung Arktis und Polarforschung und die Nutzung von Offshore Plattformen und Schiffen in dieser sensiblen Region und ging an eine andere Universität um zu promovieren. Dann änderte sich alles: innerhalb von 1.5 Jahren verliebte ich mich, wurde gewollt schwanger und bekam meine Tochter. Das tollste Kind überhaupt. Und da verbanden sich die oben erwähnten Themen: Kindererziehung wurde lange Zeit das einzige Thema. Auch noch nach der Geburt meines Sohnes. Aber irgendwann in den letzten zwei Jahren hat sich etwas verändert. Je mehr ich mich durch meine eigenen Erkrankungen mit Konservierungsstoffen, Nahrungsmittel, Zutatenlisten und die Zusammensetzung von Dingen des alltäglichen Lebens beschäftigte, driftete ich in Richtung Umweltschut/Klimakrise. Und es endete beim Job.

Segelschiffe wären doch einer interessante Alternative…

Im Frühjahr beendete ich meine Universitätslaufbahn und ging in die Industrie. Ich wollte vor Ort etwas bewirken. Forschen und Entwickeln und Berechnen und damit ein bisschen was verändern. Aber ich wurde konfrontiert mit einer Industrie, die Yachten baut, über Hundert Meter lang für 12 Mann mit maßlosem Schnick Schnack. Kreuzfahrtschifffe für Hunderte Menschen, die meistens zum Abfahrtshafen fliegen, dann herumfahren und anschließend zurückfliegen. Für ein Hotel auf dem Wasser, welches den Gästen das Geld aus den Taschen ziehht. Vor Ort geht es in Massen zu den Besichtigungen. Teilweise ist die Infrastruktur, die Natur, nicht auf diese ankommenden Massen ausgelegt und somit überfordert. Aber das ist egal. Wie viele dieser schwimmenden, dreckigen Hotels sollen noch gebaut werden? Je mehr ich mit dieser Seite des Schiffbaus zu tun hatte, desto frustrierter wurde ich. Relativ schnell entschied ich mich deshalb zu dem Schritt, diese Arbeit zu beenden und mich umzuorientieren.

Der Rostocker Hafen: hier halten keine Kreuzfahrtschiffe aufgrund der Größe, aber Warnemünde hat sie alle: AIDA, DISNEY, etc.

Ich würde so gerne beruflich für die Umwelt eintreten und bei sinnvollen Lösungen mitarbeiten – nicht beim Greenwashing*. Bei einem Artgerecht Workshop für Eltern die sich neu orientieren wollen vor einigen Wochen, habe ich festgestellt, dass ich eine große Leidenschaft für die ganzheitliche Ernährung und Gesundheit in Familien habe. Ich bin also zurzeit zwei-geteilt: nutze ich mein bisher erworbenes Wissen und hoffe einen nachhaltigen Job in meiner Branche hier vor Ort zu finden oder gehe ich neue Wege und trete für gesunde Familien ein. Wenn alle Familien merken, wie viel sie mit Ihrer Ernährung und Ihrem Lebenstil in Bezug auf die Klimakrise bewirken könnten und dabei gesund und fit sind, wäre das auch schon ein riesiger Schritt in die richtige Richtung!

Wir müssen wieder lernen unsere Grenzen zu kennen und massvoll zu leben und zu essen. Denn wenn wir als Eltern gesund sind, können wir auch unsere Kinder bedürfnisorientiert und gesund begleiten zu Menschen, die ganz selbstverständlich rücksichtsvoll mit der Umwelt umgehen.

*dazu mehr in meinem nächsten Artikel zum Thema Greenwashing im Schiffbau

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s