Wie ich mit der Konmari-Methode mein Inneres geordnet habe…

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Marie Kondo oder auch die Konmari-Methode ist in letzter Zeit eine der hippsten „Aufräum“-Methoden auf dem Markt, wenn man mal die Bestseller im Buchladen ansieht. Letztes Jahr als es mir nicht besonders gut ging, suchte ich für mich mehr Leichtigkeit. In den letzten Jahrenhatte ich schon immer das Gefühl, dass wir zu viel haben – zu viel Kleidung, zu viel Spielzeug, zu viel alles. Wenn ich etwas suchte, fand ich es erst, wenn ich es schon wieder neu gekauft hatte. Versteht mich nicht falsch, wir sind keine Messies. Und wenn ich mir die Wohnungen von anderen angucke, hatten wir damals normal viele Sachen. Aber ich hatte das Gefühl, ich müsste etwas ändern.

Ich kaufte mir also das erste Buch von Marie Kondo, in dem sie das Prinzip des Ausmistens erklärt. Alle Dinge einer Kategorie, z.B. Kleidung sollten auf einen Haufen geschmissen werden und anschließend Stück für Stück in die Hand genommen werden. Man sollte spüren: Liebe ich dieses Stück oder nicht. Dementsprechend wurden zwei Stapel gebildet. Hier gab es kein vielleicht. Das fand ich persönlich sehr gut. Einfach Ja oder Nein. Bei mir landeten wirklich viele Dinge im „Nein“ Stapel. Angefangen habe ich mit der Kleidung, danach kamen die Bücher, usw. Am Ende waren die Krims-Krams-Dinge dran. Ihr glaubt gar nicht, wie viele Schubladen und Kisten mit Zeugs in einer 99m² Wohnung zu finden sind!

Ein großer Haufen, nur mit meinen Kleidungsstücken!

Mein Fazit waren 2 große Müllbeutel mit Klamotten, Taschen und Schuhen, und noch drei große Beutel mit dem Rest (Krims-Krams, Küchenzeugs, Kosmetika, Waschmittel, etc). Und das nur von mir. Verteilt habe ich diesen Ausmist-Prozess auf mehrere Wochen – meistens habe ich an den Wochenenden eine Kategorie geschafft. Das hat gut in den Alltag gepasst. Aber bzgl. des Zeitaufwands muss ich dazu sagen, dass in der Zeit des aktiven Ausmistens meine Familie mich nicht stören durfte – ich war so vertieft in den Prozess und auch ablehnend, wenn jemand etwas genau dann von mir wollte.

Damit kommen wir schon zum emotionalen Teil des Prozesses. Das WARUM. Ich wollte ja durch die äußere Ordnung auch innere Ordnung erlangen. Ich würde sagen, es hat nicht ausschließlich allein gewirkt um mich besser zu fühlen. Aber das Ausmisten und Ordnung ins Zuhause bringen ist eine Art Meditation und das tat wirklich gut. Zuvor habe ich mit Selbstreflektion und Sitzmeditation mein Inneres aufgeräumt (könnt Ihr auch gerne im Blogpost zu MBSR nachlesen). Aber auch hier gilt: wenn das äußere chaotisch ist, fällt es schwer im Inneren zur Ruhe zu kommen.

Zur Ruhe zu kommen ist sehr schwer wenn die Wohnung immer chaotisch aussieht und viel zu viel da ist!

Ein weiteres Geschenk, was ich aus diesem Buch gezogen habe, ist die Überlegung bei Neuanschaffungen „Brauche ich das jetzt wirklich?“ Und sehr oft ist die Antwort „Nein!“. Ich habe nicht mehr das Gefühl etwas zu verpassen. Letztens erst habe ich mir einen warmen currygelben Pullover und eine Zwischenjacke (eine Jacke unter der Winterjacke) gekauft und vorher wirklich lang drüber nachgedacht und war dann so glücklich sie gekauft zu haben. Sie gehören jetzt beide zu meinen absoluten Lieblingskleidungsstücken und ich trage sie viel!

Funktioniert das auch mit Familie?

Aber wie soll das Ausmisten mit der Familie funktionieren? Ein sehr guter Rat von Marie: Fange selbst an und deine Familie wird irgendwann nachziehen. So war es auch bei uns. Irgendwann hat mein Mann selbst seinen Kleidungsschrank ausgeräumt und ausgemistet. Ähnliches war bei meiner Großen Tochter zu sehen, wenn auch deutlich weniger weg gekommen ist, als ich gehofft habe. Seitdem gilt bei Ihr, wenn sie soweit ist aufzuräumen (und das kann durchaus lange dauern), dann räumt sie auch sehr gewissenhaft auf. Übrigens durfte im Zuge des Ausmistens bei Ihr nix weggeschmissen werden, sondern alles Aussortierte musste in den Keller. Und tatsächlich haben wir ab und zu wieder etwas hoch geholt und gegen andere Spielsachen ausgetauscht, die nun im Keller stehen. Immer ein Spielzeug aus dem Keller gegen eins in Ihrem Zimmer. Das ist definitiv nicht minimalistisch, aber wir kommen mit drei kleinen Regalen zurecht.

Mein Highlight in diesem Prozess: Ich habe es geschafft durch das Ausmisten, Aufräumen und nach der Konmarie Zusammenlegen den großen prall gefüllten PAX Schrank im Flur überflüssig zu machen. Alle Kleidungsstücke von mir, meinem Mann und den Kindern sind in unserem begehbaren Kleiderschrank im Flur. Das Zusammenlegen und Verstauen in Boxen ist Gold wert, da man damit richtig Stauraum gewinnt und alles schneller zurückzustellen ist, denn: jedes Stück hat seinen Platz! Und gleiche Dinge sind an einem Ort – das ist die letzte Vorgabe von Marie.

Die Faltmethode von Marie Kondo ist inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen bei mir und meinem Mann. Es spart so unheimlich viel Platz!

Was mir nun nach 1.5 Jahren auffällt: ich würde gerne noch mehr entsorgen, vor allem Möbelstücke, wie unsere alte Wickelkommode, die langsam oll aussieht und viel Platz wegnehmen. Und demnächst ist definitiv der Keller nochmal dran!

Und Ihr so? Habt Ihr nicht mal Lust Auszumisten und anschließend Aufzuräumen?

Unten findet Ihr die aufgeräumte und deutlich reduzierte Küche und das saubere Bad.

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