Selbst-Test: ein Leben ohne BH bei großen Brüsten?

Ich habe verhältnismäßig große Brüste und war immer der festen Überzeugung, dass ein BH für den besseren Sitz, aber vor allem auch gegen die Schwerkraft benötigt wird. Ich wollte ja keine Brüste, die mir mit 60 auf den Knien liegen. Als Jugendliche wuchsen meine Brüste sehr schnell. Schon früh hatte ich daher auch die bekannten Striemen des BHs auf dem Rücken und den Schultern, wenn die Träger einschneiden. Jeder der Größe C und größer hat kennt dieses Problem. Selbst in den Schwangerschaften, als sie nochmals um 3 Größen wuchsen, hab ich sie immer schön eingesperrt. So wie allgemeinhin bekannt und gewünscht.

Dazu kam die Suche – nach schönen, tragbaren Modellen, die bezahlbar waren. Alles jenseits der Größe 75D ist das eine Zumutung. Allem voran sind Bikinis Mangelware – meist unzureichend verstellbar und in knallbunt. Was war nun aber die Lösung des BH-Problems?

BH’s sind kein Zwang – man kommt gut ohne klar. Photo by @thiszun (follow me on IG, FB) on Pexels.com;

Mit der Zeit kam die Weisheit könnte man sagen. Ich spürte immer häufiger einen unangenehmen Druck auf dem Bauch, dort wo der Bügel-BH aufsetzt.Schritt 1: Ich zog ihn immer häufiger bei längeren Autofahrten aus, da er sich unangenehm anfühlte. Das verschaffte mir zumindestens zeitweilig Erleichterung. In der Öffentlichkeit hingegen fühlte ich mich ohne BH nackt, als ob meine Brüste schon auf dem Boden hängen würden und jeder nur darauf schaut. Und dann kam die Corona Zeit. Eine Zeit, in der wie ihr wisst Homeoffice das am häufigsten benutzte Wort – nach Maskenpflicht und Covid – wurde. Also beschloss ich einen Selbsttest zu wagen und damit meinen SChritt 2: Ganz ohne BH leben. Zu Hause hab ich eh nie einen BH getragen. Er war früher schon das erste, dass ich zu Hause nach der Arbeit von mir warf. Aber nun fuhr ich auch zum Einkaufen, beim Spazieren mit den Kindern, usw. ohne BH. Auch die Gartenzaungespräche mit den Nachbarn – alles ohne BH.

Zuerst war das Gefühl überwältigend, dass mir alle auf die Brüste starrten. Ich war unsicher, fühlte mich beobachtet und zog meine Schultern komisch nach vorne über meine Brüste – damit bloß keiner mitbekam, dass ich keinen BH trug. Dadurch wirkte ich sehr zurückgezogen und schwach. Und irgendwie macht die äußere Haltung etwas mit einem, denn man wird auch schwach. Etwas was ich nie war und auch nie sein will.

Bis zu dem Moment an dem ich mitbekam: es interessiert wirklich niemanden!

Von da an ging ich selbstbewusster mit meinen Brüsten um. Ich stehe gerade, strecke mich, bin wieder bei mir. Ich verstecke weder meine Brüste, noch mich. Ich trage noch ungern tieefausgeschnittene Kleidung, dass habe ich aber auch vorher ungern getan. Eigentlich hat sich nichts geändert. Ich bewege mich wie vorher nur ohne Einschränkungen. Ich habe weniger Rückenschmerzen, bin weniger verspannt im Nacken und an den Schultern. Und ich fühle mich weicher und weiblicher. Bin glücklich mit meinem Körper.

Auch in der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte man sich gut überlegen, ob ein BH nötig ist. Gerade in der Stillzeit ist ein Abschnüren der Brüste nicht vorteilhaft. Dadurch können Knoten und ein Milchstau entstehen. Photo by Luiz Gustavo Miertschink on Pexels.com

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